Chemielaborant:in
Voraussetzungen
Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit erstem oder mittlerem Bildungsabschluss ein.
Organisation
Blockunterricht mit 3 Berufsschulblöcken von 4-6 Wochen pro Schuljahr.
Im 4. Ausbildungsjahr erfolgt der Unterricht in Teilzeitform.
Dauer
Regel 3,5 Jahre; Verkürzungen aufgrund schulischer Abschlüsse und überdurchschnittlicher Leistungen möglich.
Die Mindestdauer beträgt 2 Jahre.
Berufsbild
Chemielaborant:innen prüfen und untersuchen anorganische und organische Substanzen, Produkte und chemische Prozesse. Sie stellen Substanzen her, entwickeln bzw. optimieren Synthesen. Zur Analyse von Substanzen nutzen Sie verschiedene Verfahren. Auch mikrobiologische und biotechnische Untersuchungen gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Sie führen die Messungen weitestgehend selbstständig durch, protokollieren die Abläufe und werten diese aus. Aufgrund der Arbeit mit Gefahrstoffen halten Chemielaborant:innen die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften sorgfältig ein.

Ausbildungsinhalte
Berufsbezogener Lernbereich:
- Labortechnik
- Analysetechnik
- Synthesetechnik
- Anwendungs- und Produktionstechnik
- Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch)
- Wirtschafts- und Betriebslehre
Berufsübergreifender Lernbereich:
- Deutsch/Kommunikation
- Religionslehre
- Sport/Gesundheitsförderung
- Politik/Gesellschaftslehre
Abschlüsse
- Berufsabschluss
- erster erweiterter Schulabschluss
(sofern noch nicht vorhanden) - mittlerer Schulabschluss (mit Qualifikationsvermerk)
Zusatzqualifikation
KMK- Fremdsprachenzertifikat
Doppelqualifizierung
(Fachhochschulreife während der Berufsausbildung)
Anschlussmöglichkeiten
Fachoberschule
(Fachhochschulreife nach der Berufsausbildung)
Fachschule für Technik
(Staatlich geprüfte*r Techniker*in / Bachelor of Professional)