Wie können wir Lebensmittelverschwendung in der Schule und im Alltag reduzieren? Und welche Rolle spielt dabei das Umfeld, in dem wir leben und lernen? Mit diesen Fragen im Gepäck machte sich unsere BGYM1A im Rahmen des Erasmus+-Programms auf den Weg nach Österreich, um zusammen mit einer österreichischen Partnerschule den Umgang mit Lebensmitteln zu erforschen und miteinander zu vergleichen.
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des landwirtschaftlichen Berufs- und Bildungszentrums (BSBZ) in Hohenems starteten wir ein Projekt zum Thema Food Waste. Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung im schulischen Alltag sowie im Privatleben zu untersuchen. Während unseres Aufenthalts entwickelten und führten wir Interviews durch, um erste Einblicke in den Umgang mit Lebensmitteln zu gewinnen. Beim Gegenbesuch der österreichischen Schülerinnen und Schüler in Münster wird das gleiche Vorgehen umgesetzt, sodass die Ergebnisse beider Schulen miteinander verglichen werden können.
Besonders beeindruckt hat uns das BSBZ selbst. Die moderne Schule verbindet Theorie und Praxis auf besondere Weise. Auf dem schuleigenen Lernbauernhof konnten wir erleben, wie Landwirtschaft heute funktioniert. Ob Stall, Hofladen, Landtechnik oder Imkerei – überall wurde deutlich, mit wie viel Fachwissen und Engagement hier gearbeitet wird. Besonders auffällig war der Umgang mit Lebensmitteln: Reste werden in der Küche weiterverarbeitet und das, was übrig bleibt, wird an die Schweine verfüttert. Lebensmittelverschwendung ist dadurch kaum vorhanden – ein Ansatz, der in einer städtischen Umgebung wie Münster so nicht möglich ist und einen spannenden Vergleich zwischen ländlichem und städtischem Kontext bietet.
Neben der Projektarbeit blieb auch Zeit, Vorarlberg kennenzulernen. Bei einer Wanderung auf den Karren mit Blick über das Rheintal, einem Ausflug nach Bregenz und einer Schifffahrt auf dem Bodensee sowie einem Besuch der Stadt Hohenems lernten wir die Region und ihre Kultur kennen. Ebenso bereichernd waren die vielen Gespräche mit den österreichischen Schülerinnen und Schülern, bei denen schnell neue Freundschaften entstanden.
Ein herzlicher Dank gilt unserer Partnerschule für die herzliche Aufnahme und die hervorragende Organisation. Besonders möchten wir uns bei Sarah Benzer bedanken, die den Austausch mit großem Engagement vorbereitet und begleitet hat. Durch ihren Einsatz und ihre Gastfreundschaft haben wir uns vom ersten Moment an willkommen gefühlt.
Wir freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen im kommenden Jahr, wenn unsere Partnerinnen und Partner uns in Münster besuchen und wir unser gemeinsames Projekt fortsetzen.
Text und Fotos: M. Gabriel und M. Hollander


























